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Intervention zur richtigen Zeit – Seminar „Gesprächsführung und Wellenreiten“ vermittelte Know-how

Foto: IK-Bau NRW

Morgens rauchte der Kopf, am Nachmittag waren Kondition und Koordination gefragt. 25 Mitglieder der Ingenieurkammer-Bau NRW hatten sich aufgemacht zum ersten IK-Bau-Seminar „Gesprächsführung und Wellenreiten“ auf Fuerteventura. Mit dabei Gregor Müller, Diplom Psychologe, Experte für Kommunikationspsychologie und Mikroprozessanlayse aus Bochum und - vor Ort - eine Wellenreitschule unter Leitung von David-Lebert, deutscher Physiotherapeut und ISA-Surflehrer. Gemeinsam hatten sie die Leitung der unterschiedlichen Lerneinheiten übernommen. 

Lerneinheiten – Lerninhalte: Allgemeine und persönliche Grundlagen für Gesprächsführung und  Bewegungs- und Handlungsabläufe beim Wellenreiten. Gesprächsführung, das hieß u.a. verstehen, dass eine Nachricht mehr als nur eine Sachebene hat. Das hieß zu verstehen, dass auch eine realistische Selbstwahrnehmung und das Bewusstsein der eigenen Gesprächsziele und -wünsche zentral sind; zentral sowohl für die persönliche Durchsetzungskraft als auch für eine insgesamt erfolgreiche Verhandlungsführung. Vor allem die Rollenspiele und deren Videoanalyse brachten dazu deutliche Erkenntnisse. Wellenreiten, das bedeutete: neue (Bewegungs-)Abläufe zu verinnerlichen, ein gutes Timing für die richtige Welle zu entwickeln, Brett, Welle und Körper zu koordinieren. Kognitives, psychisches und physisches Lernen waren den Tag über verlangt – Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Anspruchsvoll und spannend zugleich.

„Es war von Beginn an unser Anliegen, ein Seminar zu konzipieren, das über das übliche fachliche Lernen hinausgeht. In unserer komplexen Ingenieurwelt wird es immer wichtiger, nicht nur standardisiert, sondern der Situation angemessen und zielgerichtet handeln zu können. Dieses auf allen Ebenen zu schulen, ist uns mit diesem Seminar gelungen“,  zeigte sich Initiator Dipl.-Ing. Georg Wiemann, Vorsitzender des Ausschusses Öffentlichkeitsarbeit, mit der Veranstaltung hoch zufrieden.

Der Dreiklang war es wohl auch, der aus einer guten Stimmung eine ganz besondere Stimmung machte. „Die kleinen, entscheidenden Hinweise und Tipps für die Gesprächsführung und für das Surfen“, „Seminar super, Wellenreiten super, Kontakte super, perfekt“ –  klare Argumente, mit denen die Teilnehmer im Seminar-Bewertungsbogen ihre Weiterempfehlung für das Seminar formulierten.

Der Gedanke, dass Gesprächsführung und Wellenreiten bei aller unterschiedlichen Beanspruchung vieles gemeinsam haben, war im Vorfeld der Reise vielleicht noch graue Theorie. Aber es zeigte sich: Die Wahrnehmung für die eigenen Fähigkeiten, Ziele und Begrenzungen, das „Lesen“ des (Gesprächs-) Partners/der Welle, das richtige Timing der Intervention, das angemessene, zielgerichtete Handeln in der Situation – entscheidende Erfolgsfaktoren in der Gesprächsführung ebenso wie für das Wellenreiten.
Es war ein intensives Seminar für alle, es hat geführt und dennoch Raum gegeben. Kurz: Es hat neben individuellem Lernen den Community-Gedanken der Ingenieurkammer-Bau NRW vorangetrieben. 

„Dieses Seminar schafft neben dem individuellen Lernen Attraktivität für die Kammer. Wir erschließen uns neue, junge, aufregende Formate, machen Angebote, die weit mehr können, als technisch-fachlich gut zu sein. So schaffen wir den Spirit, Gemeinsamkeit und Dynamik. Damit bieten wir einen einzigartigen Mehrwert sowohl für junge als auch für ältere Ingenieurinnen und Ingenieure“, Dipl.-Ing. Markus Dunkel, Mitglied im Ausschuss Öffentlichkeitsarbeit, hatte nicht nur den Blick auf die eigene Erfahrung, sondern ebenso für eine Zukunftsperspektive der Ingenieurkammer-Bau NRW.
Nach dieser positiven Erfahrung wird die Kammer die Möglichkeit für ein nächstes Seminar in vergleichbarer Weise für eine neue Gruppe sondieren. Eine gute Chance für alle Kammermitglieder und alle, die es noch werden wollen.