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Mehr Mitsprache für Kinder: Aktion "Kinderwege in der Stadt" setzt Zeichen

Kinder aktiv in die Stadtplanung mit einzubeziehen und ihr Interesse an ingenieurbezogenen Berufen zu wecken, das war das Ziel des Projekts "Kinderwege in der Stadt", das die Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen und die Stadt Essen gemeinsam realisiert haben. Vertreter von Politik und Verwaltung, Ingenieurkammer, EVAG, Hochschule und Polizei kooperierten bei diesem Projekt. 

"Mit Kindern und für Kinder" lautete das Motto der Aktion "Kinderwege in der Stadt", die unter der Schirmherrschaft des NRW-Bauministeriums stand. Dabei wurden Schülerinnen und Schüler intensiv in die Planungen zum Umbau der Frankenstraße in Rellinghausen eingebunden. Sie haben die Verkehrssituation auf dem 300 Meter langen Abschnitt zwischen Rellinghauser Straße und Eisenbahnstraße aus ihrer Sicht analysiert und gemeinsam auch vor Ort mit Bauingenieuren der Kammer, der Hochschule und der Stadt Vorschläge für eine neue Gestaltung erarbeitet. Ganz wichtig: Die Pläne des Nachwuchses wurden nicht nur von Politik und Verwaltung zur Kenntnis genommen. Sie sollen auch umgesetzt werden. 

Von dem Projekt profitieren beide Seiten: Die Ingenieure und Planer erfahren aus erster Hand, welche Bedürfnisse und Probleme Kinder am Straßenverkehr haben. Die beteiligten Jungen und Mädchen wiederum lernen am Beispiel der Frankenstraße, auf der täglich mehr als 15.000 Autos verkehren, wie viele und sich oft widersprechende Interessen und Anforderungen beim Umbau einer Straße berücksichtigt werden müssen, z.B. die von Fußgängern, Autofahrern, Anwohnern, ÖPNV und Naturschutz. 

Nach Beendigung des Pilotprojekts "Kinderwege in der Stadt" wurde ein Leitfaden erstellt, mit dessen Hilfe auch andere interessierte Städte ihren Nachwuchs stärker in die Stadtplanung miteinbeziehen, vielleicht sogar konkrete Ideen übernehmen können. 

Das Projekt "Kinderwege in der Stadt" wurde ebenfalls bereits in der Stadt Kempen realisiert.

Video zum Projekt