Mitglieder der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen beteiligen sich an Wettbewerben

Die Regeln für die Auslobung von Wettbewerben (RAW 2004) können von privaten und öffentlichen Auftraggebern vereinbart werden. Ziel eines Wettbewerbs nach den RAW 2004 ist die für den Bauherrn oder die Bauherrin optimale Lösung der Planungsaufgabe. Eine wichtige Aufgabe kommt dabei den Preisrichtern zu. Die Preisrichter entscheiden über die Zulassung von Wettbewerbsarbeiten und die Zuerkennung von Preisen und Anerkennungen. Sie haben ihr Amt deshalb persönlich und unabhängig allein nach fachlichen Gesichtspunkten auszuüben. 

Die Ingenieurkammer-Bau NRW ruft ihre Mtglieder auf, sich als Preisrichter/in für Wettbewerbe zur Verfügung zu stellen. Auf der Grundlage der Richtlinien für die Auslobung von Wettbewerben 2004 (RAW 2004) wird angestrebt, die Zahl der Ingenieurwettbewerbe oder interdisziplinären Ingenieur- und Architektenwettbewerbe in Nordrhein-Westfalen zu erhöhen. Damit bei Nachfragen interessierter Auftraggeber Preisrichter benannt werden können, wurde ein neuer Tätigkeitsschwerpunkt (Nr. 19) eingefügt. 

Jedes Mitglied, das über Erfahrungen als Fachberater, Vorprüfer oder Preisrichter bzw. als Teilnehmer an Wettbewerben verfügt, ist gehalten, diesen Tätigkeitsschwerpunkt im eigenen Profil über den geschützten Mitgliederbereich der Kammerhomepage zu ergänzen. 

Weitere Infos hier und: Für Rückfragen stehen wir gern zur Verfügung: Ingenieurkammer-Bau NRW (Diana Budde, Tel.: 0211 / 130 67 - 140 oder E-Mail: budde@ikbaunrw.de).

 

Interdisziplinäre Wettbewerbe

Eine Resolution mit dieser Forderung verabschiedete die Bundesingenieurkammer-Versammlung (BKV) auf ihrer 48. Sitzung im April 2011. Ziel der beschlossenen Erklärung ist es, interdisziplinäre Wettbewerbe für Ingenieure und Architekten als Regelfall zu installieren.

Alle Bauaufgaben, bei denen Planungsleistungen von Ingenieuren, insbesondere die Planungsgewerke Tragwerksplanung, technische Gebäudeausrüstung und Gebäudeenergetik eine bedeutsame Rolle spielen, sind besonders für die Durchführung von interdisziplinären Wettbewerben geeignet.

Darunter fallen Gebäude mit anspruchsvollen Tragestrukturen, wie z.B. Hochhäuser, Sportstätten, Bahnhofsbauwerke und Hallentragwerke. Ebenso gilt dies für Gebäude mit einer umfangreichen, technischen Gebäudeausstattung wie Krankenhäuser, Schulen und Verwaltungsgebäuden sowie alle Gebäude, bei denen die Themenfelder Energieeffizienz und Nachhaltigkeit eine große Rolle spielen.

Auch der Ausschuss Wettbewerbswesen der Ingenieurkammer-Bau NRW spricht sich für mehr interdisziplinäre Wettbewerbe aus. Er betont, dass grundsätzlich bei der Auslobung und Durchführung von Wettbewerben Ingenieure beteiligt werden müssten, nicht nur in der Rolle des Bewerbers bei interdisziplinären und reinen Ingenieurwettbewerben, sondern auch in der Funktion als Fachberater, Vorprüfer oder Preisrichter von Wettbewerben.

Die vollständige Resolution können Sie hier auf der Internetseite der BIngK nachlesen.