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Vergabetag 2016: Mittelstand schafft Baukultur

Treffen beim Vergabetag (v.l.): Dr.-Ing. Horst Lenz (Präsident der Ingenieurkammer Rheinland-Pfalz), Dr.-Ing. Heinrich Bökamp (Präsident der IK-Bau NRW) und Dr. Holger Matuschak (Geschäftsführer der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau).

Die Referenten des Vergabetages 2016 Fotos: Mair/Ingenieurkammer-Bau NRW

Das gut gefüllte Auditorium...

... im Raum Cassiopeia des Recklinghäuser Festspielhauses.

In den Pausen nutzten die Teilnehmer gern die Chance zum Austausch mit Aussicht auf Recklinghausens "grünem Hügel".

„Projektplanung und Vergabepraxis“: Diesem Thema widmete sich am 9. März der gemeinsame Vergabetag von Ingenieurkammer-Bau NRW und Architektenkammer NRW im Recklinghäuser Ruhrfestspielhaus. "Dies ist und bleibt eine Veranstaltung aus der Praxis und für die Praxis" betonte Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW, in seinem Grußwort an die über 600 Teilnehmer. Nach der Premiere 2012 und der Folgeveranstaltung 2014 wurde der Vergabetag 2016 erstmals gemeinsam mit der Architektenkammer NRW veranstaltet. 

Das Vergaberecht in Deutschland wurde in den vergangenen Monaten grundlegend überarbeitet. Dessen Neuerungen und Besonderheiten waren Gegenstand des gemeinsamen Vergabetages, an dem Ingenieure, Architekten sowie Vertreter der Auftraggeberseite und der Bauwirtschaft teilnahmen. „Die Leistungsfähigkeit und Planungsqualität unserer Ingenieur- und Architekturbüros ist unbestritten. Für den Erhalt unserer Baukultur ist es aber enorm wichtig, dass sie sich auch künftig erfolgreich am Markt behaupten können“, so Kammerpräsident Dr.-Ing. Heinrich Bökamp. Und er appellierte an die Auftraggeber, die Auftragsvergabe so zu gestalten, dass heimische Büros auch in Zukunft eine reelle Chance haben, um sich in die Projekte einbringen zu können. Eine mittelstandsgerechte Auftragsvergabe gelte daher als Schlüssel für einen wirkungsvollen Wettbewerb der Ideen und Konzepte.

Die Kammern, denen als Körperschaften des öffentlichen Rechts qua Gesetz die Rolle zukommt, sich in Gesetzesverfahren einzubringen, konnten gemeinsam mit den beteiligten Bundesministerien in den vergangenen Monaten ein Vergaberecht schaffen, das den berechtigten Interessen der Auftraggeber einerseits und der Ingenieure und Architekten andererseits Rechnung trage.


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