Sie befinden sich hier: Startseite > 

Gesellschaftervertrag für das neue Baukunstarchiv NRW unterzeichnet


Der Weg für ein Baukunstarchiv NRW in Dortmund nimmt konkretere Formen an. Am 28. Januar unterzeichneten die vier zentralen Träger des Projektes - Ingenieurkammer-Bau NRW, Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Stiftung Deutscher Architekten und Förderverein für das Baukunstarchiv NRW - einen gemeinsamen Gesellschaftervertrag für das Archiv. 

Ab 2018 soll das Gebäude des früheren Museums am Ostwall in Dortmund Anlaufstelle zu Forschungen und Informationen rund um die Nachlässe regional bedeutender Ingenieure und Architekten sein. Die Stadt Dortmund hat sich dazu bereit erklärt, das Gebäude des ehemaligen Museums am Ostwall mit Unterstützung des Landes NRW zu sanieren und den Gesellschaftern für den Betrieb des Baukunstarchivs NRW miet- und abgabenfrei zur Verfügung zu stellen.


Neben Werken der Architektur, der Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung soll das Baukunstarchiv auch Dokumente und Arbeiten der Ingenieurbaukunst wie Brücken oder Tunnel sichern. Die wissenschaftliche Leitung übernimmt die TU Dortmund, die auch ihr bestehendes Archiv für Architektur und Ingenieurbaukunst A:AI einbringt.


Sanierung und Umbau des Gebäudes am Ostwall starten voraussichtlich Ende 2016. Die notwendige Investitionssumme beträgt 3,9 Millionen Euro. Das Land NRW unterstützt das Projekt zu 80 Prozent mit Mitteln der Städtebauförderung, jeweils zehn Prozent tragen die Stadt und der Förderverein für das Baukunstarchiv NRW. Mitte 2018 soll der Betrieb aufgenommen werden.

Neben der Leitung durch die Gesellschafterversammlung soll das Baukunstarchiv NRW auch durch einen Fachbeirat begleitet werden, in den renommierte Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Baukultur, Verwaltung und Kunst berufen werden. 

Die Gründung des Baukunstarchivs kommt nach Einschätzung der Initiatoren und Projektträger zur rechten Zeit, weil gegenwärtig viele Architekten und Ingenieure, die das Gesicht der Städte und Gemeinden Nordrhein-Westfalens in der Nachkriegszeit geprägt haben, ihr Lebenswerk beenden. 

 

Bild: Zur Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages kamen am 28. Januar in Düsseldorf zusammen: (unten, v.l.): Ernst Uhing (Präsident Architektenkammer NRW), Michael Arns (Vorstandsmitglied Stiftung Deutscher Architekten), Walter von Lom und Regina Wittmann (Vorstandsmitglieder Förderverein Baukunstarchiv NRW); (hinten, v. l.): Dr. Wilhelm Droste (Notar), Dr.-Ing. Heinrich Bökamp (Präsident Ingenieurkammer-Bau NRW), Dr. Christian Schramm (Vorstandsmitglied Stiftung Deutscher Architekten) und Markus Lehrmann (Geschäftsführer Baukunstarchiv NRW).