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Ingenieurkammer-Bau
Nordrhein-Westfalen


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Qualifizierung

Das Bachelor-Studium umfasst an den meisten Hochschulen sechs Semester – und ist damit ein Semester kürzer als das bisherige Diplom-Studium an Fachhochschulen. Die Hochschulen setzen bei ihrer Ausbildung weiterhin auf fachliche Breite, das „fehlende“ Semester wird aufgefangen u.a. durch Straffung der Stoffe und Verkürzung der Zeit für die Abschlussarbeit.

Zudem ist vorgesehen, dass die neuen Studiengänge stärker an den Qualifikationen ausgerichtet werden, die später in der Berufstätigkeit gefragt sind. Daher werden verstärkt auf konkrete Berufsfelder ausgerichtete Elemente angeboten und stärker Methoden- und Schlüsselkompetenzen vermittelt.

Nach Beschluss der Kultusministerkonferenz von 2003 verleiht der BA grundsätzlich dieselben Berechtigungen wie bisherige Diplomabschlüsse an Fachhochschulen, Masterabschlüsse sind wie Diplom- und Magisterabschlüsse von Universitäten und gleichgestellten Hochschulen zu bewerten.

Im Laufbahn- und Tarifsystem des öffentlichen Dienstes können Bachelor-Absolventen in den gehobenen Dienst gehen, Masterabschlüsse eröffnen grundsätzlich den Zugang zum höheren Dienst. Der an einer Fachhochschule erworbene Master wird nur für den höheren Dienst zugelassen, wenn dies bei Akkreditierung auf Antrag der Hochschule explizit festgestellt wurde.

Im Bauingenieur- und Vermessungswesen gibt es noch keine Bachelor-Absolventen, daher liegen noch keine Erfahrungen mit dem neuen Abschluss vor. Es liegt jedoch eine Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln unter 1.000 Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnik, der Energiebranche sowie des Maschinen- und Anlagenbaus aus dem Frühjahr 2005 vor. Danach wollen mehr als 60 Prozent der Betriebe ihren Ingenieurbedarf künftig nicht zuletzt durch Bachelor-Absolventen decken – vor allem, weil diese besonders praxisbezogen ausgebildet werden.


Mehr Transparenz

Was ein Bewerber genau studiert hat, erfahren Arbeitgeber durch das Diploma Supplement, das künftig jeder Student zusätzlich zu seinem Zeugnis erhält. Darin werden die Inhalte des Studiums und des Abschlusses beschrieben. Damit bleibt trotz der Modularisierung und der damit verbundenen stärkeren inhaltlichen Profilbildung der verschiedenen Hochschulen die Transparenz für Arbeitgeber erhalten.