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"Hilfe, mein Haus ertrinkt..." - Informationen bauen vor
Hausbesitzern, Käufern und Mietern stellt sich in diesem Zusammenhang die bange Frage: Ist mein Haus gefährdet?

Für die meisten Fließgewässer gibt es Kartenmaterial, auf dem zu erkennen ist, ob man im Überflutungsgebiet dieses Gewässers liegt. Aufgrund von Simulationen wurden entsprechende Höhenangaben für den zu erwartenden maximalen Wasserstand ermittelt. Meistens sind ein oder zwei Deichlinien vorhanden, die aber aufgrund ihres Alters nicht mehr ausreichend standfest sind, oder aufgrund der Klimaprognosen, die man vor 30 Jahren erstellt hat, zu klein dimensioniert wurden. Auch wurden Siedlungen in den Überflutungsgebieten zwischen Gewässer und Deich erstellt, weil Wohnen am Wasser attraktiv ist und seit einigen Jahren immer beliebter wird.
Was kann man machen, wenn man ein Grundstück oder ein Haus kaufen möchte? Man sollte sich von dem Verkäufer eines Grundstückes oder Hauses bestätigen lassen, dass das Objekt nicht im Überschwemmungsgebiet liegt. Außerdem kann man im Bebauungsplan bei der zuständigen Bauaufsicht nachschauen und die umliegenden Nachbarn fragen.
Liegt das Gebäude in einem Überschwemmungsgebiet, lässt man es am besten von einem Fachingenieur auf Feuchteschäden und auf eine ausreichende Standsicherheit untersuchen. Wenn das Gebäude soweit in Ordnung ist, kann man durch bauliche Maßnahmen den Schaden im Falle einer Überflutung auch gering halten.
Wenn zum Beispiel ein Keller vorhanden ist, sollten dort nicht die Heizungsanlage und das Lager für Brennstoffe untergebracht sein. Die modernen Heizungsanlagen sind so klein, dass sie häufig unterm Dach montiert werden können. Auch sollten elektrische Installationen wie Leitungen, Schalter und Steckdosen im oberen Bereich des Kellers geführt werden. Waschmaschinen und Gefriertruhen gehören dann ebenfalls nicht in den Keller.
Oftmals tritt Hochwasser dann massiv auf, wenn entsprechende Retentionsräume, dass sind Gebiete, in denen keine Häuser stehen und die ohne Schaden als "Rüchzugsräume fürs Wasser" geflutet werden können, verkleinert werden oder nicht koordiniert geflutet werden. Hier wird der Ruf nach einer Koordination durch übergeordnete Hochwasserschutzzentralen laut, die genau dass verhindern sollen.
Eine Reihe von Broschüren gibt Ratschläge für den Umgang mit einem "Hochwassereignis", zudem finden sich im Internet zahlreiche Links.
