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Ingenieurkammer-Bau
Nordrhein-Westfalen


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Ingenieurkammer-Bau NRW: Stabwechsel im Präsidentenamt


Gemeinsames Schreiben des alten und des neuen Kammerpräsidenten

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

im Dezember des letzten Jahres waren Sie zur Wahl der IV. Vertreterversammlung unserer Kammer aufgerufen. Sie haben von Ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und durch die Stimmabgabe die Zusammensetzung unseres Ingenieurparlaments mitbestimmt.

 

Das oberste Organ der Kammer ist vor wenigen Tagen, nämlich am 20. März 2009, in Essen zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten und hat u. a. den neuen Vorstand und die Ausschüsse der Kammer gewählt. Dieser Tag steht damit auch für einen Stabwechsel im Präsidentenamt.

 

Nach 15 Jahren im Kammerpräsidium habe ich mich nicht mehr zur Wiederwahl gestellt, weil ich glaube, dass es an der Zeit ist, jüngeren Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit zu geben, sich berufspolitisch stärker zu engagieren und in diese Aufgabe hineinzuwachsen. Ich möchte mich auf diesem Wege bei Ihnen herzlich für das Vertrauen bedanken, das Sie mir in den zurückliegenden Jahren entgegengebracht haben. Seit 1994 durfte ich zunächst sieben Jahre als Vizepräsident und dann acht Jahre als Präsident dieser Kammer die berufspolitischen Belange unseres Berufsstandes nach außen vertreten. Die Arbeit hat mir viel Freude gemacht. Und es erfüllt mich ein wenig mit Stolz, wenn ich heute feststellen kann, dass die Kammer sich zu einem wirklichen Organ der Selbstverwaltung entwickelt hat. Die Kammer wird mittlerweile in der Öffentlichkeit als kompetenter Ansprechpartner in allen Fragen im Zusammenhang mit dem Ingenieurberuf wahrgenommen. Auch wirtschaftlich steht die Kammer auf einem soliden Fundament. Das versetzt sie in die Lage, die Herausforderungen der Zukunft beherzt in Angriff zu nehmen. Meinem Nachfolger, dessen umfassende Kompetenz ich in der kollegialen Zusammenarbeit im Präsidium sehr geschätzt habe, wünsche ich für die vor ihm liegenden Aufgaben viel Erfolg und stets eine glückliche Hand.

 

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die Vertreterversammlung unserer Kammer hat mir auf der o. a. Sitzung das Amt des Kammerpräsidenten angetragen. Ich habe es mit großer Freude angenommen. Das Wahlergebnis ist für mich ein großer Vertrauensbeweis und deshalb Verpflichtung und Ansporn zugleich. Mein Amtsvorgänger hat große Spuren hinterlassen und sich wahrlich um die Kammer und unseren Berufsstand verdient gemacht. Er übergibt mir ein gut bestelltes Haus. Ich persönlich habe von ihm in den zurückliegenden Jahren viel gelernt. Diese Erfahrung lässt mich mit einem guten Gefühl an die neue Aufgabe herangehen. Rückblickend gestatte ich mir die Feststellung: Wir waren ein gutes Team. An das bereits Erreichte anknüpfend, werde ich die Arbeit im Interesse der Kolleginnen und Kollegen im Bau- und Vermessungswesen fortsetzen. Die Kammer muss sich nach meinem Verständnis in die (fach-) politische Diskussion einbringen. Wir Ingenieurinnen und Ingenieure schaffen und gestalten tagtäglich Baukultur. Unsere Arbeit trägt nicht selten ein hohes Risiko. Umso wichtiger ist es, deutlich zu machen, dass Sicherheit für Leib und Leben für uns nicht verhandelbar ist. Nach meiner Vorstellung muss es ferner ein zentrales Anliegen der künftigen Kammerarbeit sein, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die einer länderübergreifenden Berufsausübung (noch) im Wege stehen. Hier sind bereits erste Schritte in die richtige Richtung getan, das Ziel muss aber konsequent weiterverfolgt werden. Bei der Verwirklichung dieser und der vielen anderen Aufgaben, die vor uns liegen, zähle ich auf Ihre Unterstützung. Fordern Sie Ihre Kammer, und bringen Sie sich mit Gedanken und Anregungen in die Kammerarbeit ein! Wir brauchen keine zufriedenen Zuschauer, wir brauchen aktive Fans.

 

Für das in uns gesetzte Vertrauen danken wir Ihnen und verbleiben

mit freundlichen kollegialen Grüßen

 

 

Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident ------ Dipl.-Ing. Peter Dübbert, Präsident a.D.