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Bachelor und Master
Bachelor und Master lösen das Diplom ab
Seit dem Wintersemester 2007/2008 lösen in Nordrhein-Westfalen die internationalen Bachelor- und Masterstudiengänge das bisherige Diplomstudium ab.
Die neuen Studiengänge sind konsekutiv gestaltet; das bedeutet, dass jeder Studierende bereits nach sechs bis sieben Semestern den Bachelor erwerben kann. Im Studium werden wissenschaftliche Grundlagen und Methoden vermittelt mit dem Ziel der Berufsbefähigung. Der Bachelor ist damit der erste berufsqualifizierende Abschluss und soll zugleich der Regelabschluss werden.
Darauf kann ein Master-Studium aufbauen, das drei bis vier Semester umfasst und das Bachelor-Studium fachlich fortführt, vertieft und fachübergreifend erweitert. Insgesamt dauert das Studium bis zum Masterabschluss nicht länger als zehn Semester.
Modularisierung
Neu ist auch, dass die Studiengänge modularisiert sind, also in inhaltlich und thematisch abgeschlossene Studieneinheiten gegliedert, die von jeder Hochschule selbst festgelegt werden. Für jedes Modul werden Leistungspunkte vergeben, die den Arbeitsaufwand für die Studierenden beschreiben. Diese richten sich nach dem European Credit Transfer System (ECTS), einem System zur europaweiten Anrechnung von Studienleistungen. Im Laufe des Studiums wird eine festgelegte Menge Punkte gesammelt. Die Leistungspunkte ersetzen nicht die Noten.
Qualitätssicherung
Jede Hochschule muss ihre Studiengänge akkreditieren lassen. Eine externe Akkreditierungsagentur (derzeit gibt es sechs in Deutschland) prüft die Standards und vergibt bei Erfüllung ein Qualitätssiegel. Die Akkreditierung ist befristet.
Internationalisierung
Hintergrund für die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge ist die "Bologna-Erklärung", die bislang von 46 Bologna-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde. Sie haben vereinbart, bis 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen, der konsequent auf Qualität, Internationalität und Transparenz setzt. Ziel ist es, die Qualitätssicherung auf institutioneller, nationaler und europäischer Ebene nachhaltig zu stärken.
Das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes NRW erhofft sich von der Umstellung auf die konsekutiven Studiengänge noch bessere Chancen von Studenten auf dem internationalen Arbeitsmarkt, deutlich kürzere Studienzeiten, weniger Studienabbrecher und eine stärkere Internationalisierung des deutschen Hochschulsystems. Insgesamt sollen in Deutschland erheblich mehr Akademikerinnen und Akademiker ausgebildet werden.
